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Service-Tipps

Glühende Gefahr: Autobrände bei Trockenheit vermeiden

Sommerliche Hitze und anhaltende Trockenheit verwandeln Wiesen und Straßenränder rasch in hochentzündliche Pulverfässer. Viele Autofahrer unterschätzen die extreme Hitzeentwicklung an der Unterseite ihres Fahrzeugs beim Parken oder Rangieren auf trockenem Grund. Wir zeigen euch, wie ihr Brandgefahren effektiv vermeidet und im Notfall richtig reagiert.

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Ein kurzer Stopp auf dem Grünstreifen reicht schon aus, damit der heiße Unterboden das ausgetrocknete Feld in Brand setzt. Bild: SP-X/KI-generiert

Die aktuellen Hitzewellen der letzten Wochen hinterlassen deutliche Spuren in der Natur. Ausgedörrte Böschungen, gelbe Wiesen und ausgetrocknete Waldränder säumen derzeit viele Straßen im ganzen Land. Wer jetzt unachtsam stoppt oder den falschen Stellplatz wählt, verwandelt seinen Pkw ruckzuck in einen gefährlichen Zündfunken.

Unter dem Blech glüht die Gefahr
Katalysatoren von Benzinern und Dieseln erreichen schon nach kurzen Strecken Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius. Unter hoher Belastung klettert die Temperatur an der Abgasanlage sogar auf extrem heiße 800 Grad. Trockenes Pflanzenmaterial entzündet sich dagegen bereits ab rund 300 Grad. Die reine Wärmestrahlung des Unterbodens reicht bei ausgedörrtem Gras vollkommen aus. Unbefestigte, unebene Wege drücken hohes Gras oder trockene Äste oft direkt an die heißen Bauteile. Auch festgefressene oder stark geforderte Bremsen nach einer langen Bergabfahrt entwickeln eine gefährliche Hitze.

Die Stoppel-Falle auf dem Festplatz
Kurz gemähte Ausweichflächen bei Sommerevents oder Ausflugszielen täuschen trügerische Sicherheit vor. Stoppeln ragen weiterhin dicht an die kritischen Komponenten des Unterbodens heran. Weicht deshalb beim Parken und Wenden konsequent auf asphaltierte, gepflasterte oder gekieste Flächen aus. Ausgetrocknete Grünstreifen am Straßenrand schließt ihr als Zwischenstopp besser komplett aus. Hohe Halme und Zweige verfangen sich zudem leicht im Unterboden und schmoren dort unbemerkt weiter.

Kein Auspuff, trotzdem Zündstoff?
Reine Elektroautos verzichten zwar auf glühende Auspuffrohre und schonen ihre Bremsen dank der Rekuperation deutlich öfter. Vollkommene Entwarnung gibt es für Stromer dennoch nicht. Blockierte Bremsbeläge oder technische Defekte erzeugen ebenfalls gefährliche Hitze. Plug-in-Hybride tragen nach Fahrten mit dem Verbrennungsmotor dieselbe Brandgefahr wie klassische Benziner in sich. Jeder Antrieb erfordert auf trockenem Untergrund vollste Aufmerksamkeit.

Feuriger Fauxpas mit teurem Nachspiel
Wer fahrlässig einen Flächenbrand verursacht, riskiert neben der Zerstörung des eigenen Autos auch drastische rechtliche Konsequenzen. Das Strafgesetzbuch sieht für das fahrlässige Auslösen von Brandgefahren Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr vor. Im Schadensfall folgen massive Schadenersatzforderungen und erhebliche Probleme mit dem Versicherungsschutz.

Kühler Kopf im Qualm
Breitet sich in eurer Nähe ein Flächenbrand aus, entscheidet die richtige Reaktion über eure Sicherheit. Fahrt niemals in Rauchwolken oder sichtbare Flammenwände hinein. Bricht plötzlich leichte Sichtbehinderung aus, senkt ihr sofort das Tempo, schaltet das Abblendlicht ein und aktiviert die Umluftfunktion der Lüftung. Schließt sämtliche Fenster und dreht bei unklarer Lage unverzüglich an einer sicheren Stelle um.